Arbeitskreis Recycling e.V.

27. Umwelttag an der Heerser Mühle in Bad Salzuflen-Schötmar

Die Börse war dabei. Das diesjährige Mott lautete: "Kunst & Natur"

Die Besucher kommen früh und zahlreich, um sich unterhalten und informieren zu lassen. Auch Natur- und Klimaschützer werden ausgezeichnet

Dieter Asbrock - Lippische Landeszeitung

Bad Salzuflen-Schötmar. Tausende Menschen jeden Alters haben gestern den Umwelttag an der Heerser Mühle besucht. Dass aus den Wolken gegen Mittag eine kleine Erfrischung vom Himmel fiel, nahmen die wetterfesten Gäste eher gelassen. „Dann gehen wir jetzt eben zur Aquarellmalerei über", witzelte Theo Schäfer, der vor dem Büro live malte.

Er gehört zur Künstlervereinigung „Das Fachwerk", die eine tragende Säule des Veranstaltungsmottos „Kunst & Natur" bildete. Ihre Mitglieder hatten den großen Saal des Umweltzentrums mit einigen Kunstwerken ausstaffiert und boten Besuchern zugleich die Möglichkeit, künstlerisch tätig zu werden.

Carsten Timm hatte einen Objektkasten und eine Kollektion Strandgut vorbereitet, die jeder nach Gusto gestalten und fotografisch verewigen lassen konnte. Kinder konnten an einem Maltisch Abklatsch-Bilder malen, sich schminken lassen, oder eine Drucktechnik namens Monotypie ausprobieren. Für die Fachwerker bot der Umwelttag eine ideale Gelegenheit, sich einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren.

Bürgermeister Roland Thomas fand die Kombination von Kunst und Natur naheliegend: „Was beide verbindet, ist die Nachhaltigkeit", sagte er eingangs der Umweltpreis-Verleihung. Ulrich Kaminsky, Geschäftsführer des Umweltzentrums, gab sich äußerlich ruhig, gestand aber ein gewisses Maß an Nervosität ein: „Das ist die mit Abstand größte Veranstaltung ihrer Art in der Region", sagte er. Den Erfolg sieht Kaminsky in dem Konzept, das nicht allein auf nüchterne Fakten und Aufklärung setzt, sondern die Themen Umwelt und Natur mit einer Portion Kultur zu einem unterhaltsamen Erlebnis für alle Generationen macht. Dafür sprächen auch 7000 bis 8000 Besucher pro Umwelttag.

Programm und Ausstellerspektrum waren jedenfalls für einen mehrstündigen Aufenthalt gut. Kirchgänger konnten den ökumenischen Gottesdienst des Umwelttages als alternativen Sonntags-Auftakt nutzen.

Kinder amüsierten sich beim Sauresani-Theater und den Clowns Biene und Pfütze, wenn sie nicht mit Stockbrot-Backen, dem Basteln von Grußkarten, Schlüsselanhängern, Ansteckern, Froschfangspielen und mehr an den diversen Ständen im Gelände beschäftigt waren. Die Musikschule verwandte viel Sorgfalt darauf, ihre Beschallungsanlage einzupegeln, so dass ihre verschiedenen Bands an diesem Nachmittag auch gut klangen. Sie waren aber nicht die einzigen, die Musik mitbrachten.

Ansonsten war bunte Vielfalt Trumpf. Die klassische Bratwurst und alevitische Spezialitäten gab es ebenso wie vegane Leckereien. Blumen und Pflanzen in jeder Sorte konnten gekauft werden, auch Dekoratives für den Garten aus Edelrost, Vögel aus Keramik, Skulpturen aus Holz oder Recyceltes war zu haben. Nützliche Tipps für einen umweltfreundlicheren Alltag gab es ohnehin gratis.

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