Home arrow Aktuell arrow Aktuell 2006 arrow Stoff-Recycling mit bequemem Ergebnis
Stoff-Recycling mit bequemem Ergebnis E-mail Print

n06-stoff-bequem.jpgStoff-Recycling mit bequemem Ergebnis

23.06.2006  Herford (ice). Das ist Recycling mit bequemem Ergebnis. Aus dem riesigen MARTa-Banner, das während der Bauphase des Museums am Lippold-Bau hing, sind jetzt in Verbindung mit alten Bettgestellen Liegestühle entstanden.
In einem Gemeinschaftsprojekt mit der Recyclingbörse wurden nach einer Idee des Herforder Designers Oliver Schübbe Teile des rund 400 Quadratmeter großen Stoff-Banners zu Liegesitzen, die das Publikum beim Filmabend »Extravaganzen« am Freitag erstmalig probesitzen kann.
WestfalenBlatt Herford, 23.6.2006 

Die Stahlelemente der Prototypen wurden bei der Recyclingbörse zusammengeschweißt, die Sitzflächen wurden im katholischen Bildungswerk In Via genäht. »Insgesamt sollen 20 Liegestühle produziert werden, sieben sind bereits fertig«, sagt Oliver Schübbe. Zudem plane er, eine Taschenkollektion, die ebenfalls aus dem Stoff des Banners entstehen soll.
b die Stühle auch wirklich bequem sind, wird sich am Freitag, 23. Juni, ab 20 Uhr in der Schönfeldschen Villa, Deichtorwall 2, zeigen. Dort werden zwei Filme von belgischen Künstlern gezeigt, die an »Leere X Vision Connexions« teilgenommen haben. Der Dokumentarfilm »Mathilde Willink - Superpoe«, von Jasmina Fekovic und Eddie van der Velden, ist ein Ausflug ins Künstlermilieu auf der Spurensuche nach einer Künstlermuse, die in den 70er Jahren ein Liebling der Medien war und noch heute den Belgiern ein Begriff ist. Eine interessante Annäherung an einen besonderen Menschen durch Befragung von Bekannten, Zeitzeugen und Menschen die vom Filmteam spontan auf der Straße angesprochen wurden. Der zweite Film »Exoticore«, von Nicolas Provost ist eine einfühlsame Filmerzählung von Integrationswillen und mangelnder Integrationsfähigkeit, die sehr genau die derzeitige Lage in Westeuropa widerspiegelt. In kinoreifen, zwischen Anziehung und Ablehnung schwankenden Bildern wird die Geschichte eines Einwanderers aus Burkina Faso und seiner norwegischen Familie erzählt.
Nach der Filmvorführung klingt der Abend in der Schönfeldschen Villa mit einer Party-Lounge aus. Beide Filme werden in Originalsprache mit englischen Untertiteln gezeigt.
WestfalenBlatt Herford, 23.6.2006