gemeinsamer Aufruf zu Kleiderspenden
30.12.2003 In einem gemeinsamen Aufruf bitten DRK, Technisches Hilfswerk und Recycling Börse zu Kleiderspenden für die vom Erdbeben betroffene Bevölkerung in der iranischen Stadt Bam. Insbesondere Kinder leiden an den verheerenden Folgen der Katastrophe. Gebraucht werden vor allem warme Winterbekleidung, Stiefel und Winterschuhe sowie Ski-Overalls für Kinder bis 14 Jahren. „Nach unseren Erfahrungen von anderen Katastrophen-Einsätzen ist die Kleidung sinnvoll, die Kinder unter ihrer traditionellen Bekleidung tragen können“, erklärt der THW-Ortsbeauftragte Andreas Gelhard. In der THW-Unterkunft, Ackerstraße 19, können die Sachen abgegeben werden am Freitag, 2. Januar, von 10 bis 15 Uhr, am Samstag, 3. Janaur, von 9 bis 14 Uhr und am Dienstag, 6. Januar, vom 17 bis 21 Uhr. Der DRK-Kreisverband Herford-Stadt, Wittekindstraße 21, nimmt die Spenden ab Montag, 5. Januar, täglich von 8 bis 17 Uhr entgegen. Am 9. Januar geht der Transport dann in den Iran. Bis dahin wird auch die Recycling Börse die bei ihr abgegebenen blauen Säcke nach warmer Kinderkleidung durchforsten, um sie der Iran-Sammlung zu stiften. Zudem spendet die Börse 500 Euro. Das Rote Kreuz hat bei der Sparkasse ein Spendenkonto eingerichtet: Bankleitzahl 494 501 20, Kontonummer 1000 53 156, Stichwort Iranhilfe. „Wir rechnen damit, dass die akute Katastrophenhilfe 9,8 Millionen Euro kosten wird“, sagt der DRK-Kreisgeschäftsführer Ralf Hoffmann.
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Blauer Sack auch im nächsten Jahr
19.12.2003 In diesen Tagen verteilen MitarbeiterInnen der RecyclingBörse den Abfallkalender der SWK an alle Herforder Haushalte. Mit dabei ist ein „Blauer Sack“ nebst einem Flyer mit Informationen über diese parallel zur monatlichen Leerung der Blauen Tonne durchgeführte Altkleidersammlung. Schon wenige Monate nach dem Start der Altkleidersammlung im Januar hat sich gezeigt, dass das Recycling derlei weggeworfener Sachen sich lohnt: Das Volumen der gesammelten Textilien hat sich – im Vergleich zu den Jahren zuvor – vervielfacht und damit das Angebot wieder verkaufbarer Sachen wesentlich verbessert. Zugleich ist die Altkleidersammlung ein Beitrag zur aktiven Beschäftigungsförderung für Arbeitslose und Sozialhilfebezieher. Deswegen die Losung der RecyclingBörse: „Aus Alt mach… Arbeit“. Zwei Neuerungen sind dabei zu vermelden:
- Ab Januar kann man die blauen Kleidersäcke – über die schon bekannten Verteilerstellen hinaus (RecyclingBörse, SWK, Rathaus und Provinzbuchladen) – auch in den drei Supermärkten von Marktkauf bekommen.
- Fortan können auch alte Tintenpatronen und Tonerkartuschen mit in den Blauen Sack gesteckt werden. Ein weiterer Baustein für die optimale Verwertung von Wertstoffen. Die Börse bittet nur, die Patronen und Kartuschen gut zu verpacken, um eine überflüssige Verunreinigung der Altkleider zu vermeiden.
Die Herforder können nach wie vor sicher sein, dass die von Ihnen aussortierten Sachen in vertrauenswürdige Hände kommen. Dafür bürgt die von einem gemeinnützigen Verein betriebene RecyclingBörse ebenso wie der Dachverband FairWertung e.V. mit seinen sozial- wie umweltpolitischen Maßstäben.
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Musikflohmarkt am 30. November
30.11.2003 Zusammen mit dem Elfenbein Entertainment und der Rockakademie OWL veranstaltet die RecyclingBörse einen Musikflohmarkt: LPs, Maxis, Singles, CDs und DVDs zu verkaufen, tauschen oder kaufen. Der Termin: Sonntag, 30. November 2003, 15 bis 19 Uhr. Eine Wiederbelebung der Tradition unkommerzieller Plattenbörsen. Die Standgebühr ist für Private 5 Euro. Interessierte melden sich bitte bis 27.11. an: postalisch oder per Email:
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Haufenweise Kilopreise
5.11.2003 An diesem Tag beginnt die Recycling Börse Löhne eine neue Ära ihrer Preispolitik: Vorbei ist die Zeit, da jedes Kleidungsstück mit einem Preisschild versehen ist, also einen unterschiedlichen Preis hat. Jetzt werden alle Textilien an der Kasse gewogen und zum Kilopreis verkauft. Ob Hemden oder Mäntel, Hosen oder Mützen: alles kostet schlappe 4,10 € je Kilo. Ein Akt der Vereinfachung beim Kaufen wie beim Verkaufen. Dementsprechend hat die Börse ihr Angebot von Textilien noch einmal erweitert. Die Kilopreise gelten aber nur in Löhne.
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Leere und Vision im Quartier Radewig
26.10.2003 Zum zweiten Mal findet im Herforder Radewig-Viertel das Kunstprojekt „Leere + Vision“ statt. An insgesamt 32 Stationen zwischen Steintor und Aa-Brücke, in Schaufenstern oder Geschäftsräumen, auf der Straße oder in der Jacobikirche, finden sich Kunstwerke dieser oder jener Art. Ein von der Radewig-Gemeinschaft und dem Museum MARta veranstaltete Aktion zur kulturellen Belebung der Innenstadt, die schon im vergangenen Jahr auf eine große Resonanz und auch überregionale Beachtung gestoßen ist. Mit dabei ist auch die RecyclingBörse, die im Radewig-Viertel ihren City-Laden betreiben. Dort, im Glaskubus links von Eingang, ist die großformatige Installation „No Title (Stacked Plates)“ von Robert Therrien ausgestellt, während im Laden selbst die Plakate „Wir sind die Anderen“ von Aimé Ntakyica hängen bzw. zusammengerollt liegen. Weitere Informationen: www.marta-museum.de (Aktuelles/Events) Presseartikel: http://www.nw-news.de/news/mantel/kultur/news/NW_2003128_153530000.html und http://www.mt-online.de/kultur/t00130730.htm
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Gemeinnützige helfen Gemeinnützigen
22.10.2003 Einen voll funktionsfähigen Secondhand-Computer hat die Recycling Börse dem Herforder Kinderschutzbund gespendet. Dort hatte der alte PC vor einigen Monaten seinen Geist aufgegeben, hatte aber zu wenig Geld für eine Ersatzbeschaffung. „Die Spenden, die wir bekommen, wollen wir immer in die eigentliche Arbeit für Kinder stecken“, so Winfried Eisenberg und Gabriele Schlüter vom KSB. Umso glücklicher vom Angebot der Börse, einen selber als Spende erhaltenen ausrangierten PC nebst Drucker in der hauseigenen Elektrotestung wieder flott zu machen und ihn weiter zu spenden. So helfen sich Gemeinnützige untereinander.
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RecyclingBörse auf dem Weltkindertag im Radewig
27.9.2003 Bei bestem Wetter tobte der Bär auf den Straßen und Plätzen im Radewig, als der Weltkindertag begangen wurde. Dazu lud – wie schon in den Jahren davor – die Gemeinschaft Radewig und das DRK Herford ein, und an die 4000 Kinder kamen, hörten Musik, sahen Theater und vergnügten sich mit zahlreichen Spiel- und Spaßaktionen rund um den Gänsemarkt. Mit dabei: die RecyclingBörse mit ihrem Fliegenden Teppich, gezogen von einem Gabelstapler, und diversen Spielen aus Recyclingmaterial. Hinzu kam ein Stand mit selbst gebackenem Kuchen, dessen Erlöse – über 400 Euro – in den Spendentopf vom Kinderfest kam. Das Gesamtergebnis betrug rund 1.600 Euro, die die Veranstalter an die acht hier teilgenommenen Schulen spendeten. Bilder vom Kinderfest im Radewig. Sie stammen von der schönen Bildergalerie, die das DRK in einer eigenen Homepage eingestellt haben: www.weltkindertag-herford.de
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Überraschende Fundstücke in der RecyclingBörse
20.09.2003 Was den einen der Sparstrumpf ist, ist für andere das Sparbuch – und zwar nicht das von Sparkassen oder Banken, sondern das im eigenen Bücherregal. Auf ein derartiges Sparbuch stießen Mitarbeiter der RecyclingBörse, als sie unlängst die vielen angelieferten Bücherkartons leerten und den Inhalt zu sortieren begannen: Aus einem der Bücher rutschten plötzlich einige Geldscheine heraus – drei alte 100-Mark-Scheine. Dabei war es überhaupt kein besonderes, nicht mal äußerlich auffälliges Buch, sondern irgendein Schmöker á la Konsalik, wie man bei fast jedem zweiten Flohmarktstand liegen sieht. Ein Namenszug oder eine Widmung hatte es nicht, und auch die Herkunft des Kartons war nicht mehr zu ermitteln. Was lag da näher, den unverhofften Zugewinn beim Wiederverwerten von Wegwerfsachen – genau 153,39 Euro – einer Einrichtung zu spenden, die jeden Euro braucht: das Frauenhaus in Herford. Wertlos geworden sind dagegen die Kreditkarten in einer Brieftasche,
die bei der Entrümplung eines im vergangenen Jahr geschlossenen Ladengeschäfts in der Herforder Innenstadt gefunden wurde. Der leicht zu ermittelnde Besitzer konnte es kaum fassen, dass seine Brieftasche nebst Führerschein, die im Herbst 2001 in einem Hallenbad ihm offenbar geklaut worden war, auf diese Weise nun wieder auftauchte – freilich ohne das Bargeld, das er damals eingesteckt hatte. Bestimmt war der Dieb gleich einkaufen gewesen, und zwar Schuhe, um dann die für ihn nicht weiter verwertbaren Sachen in den leeren Schuhkarton zu stecken, der dann unbesehen in den Abstellraum gelangte und dort lange Zeit auf den Abtransport zum Altpapier wartete. Bis neulich eben.
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Die DINGWELT Tauschaktion ist am 15.9. angelaufen
17.9.2003 Die Tauschbörse für Dinge mit Geschichte ist das neue Work-in-Progress-Projekt vom Atelier „KUNSTKOMMT!“, mit der die Paderborner Künstlerin Petra Müller den 2. Preis beim Herforder Recycling-Kunstpreis 2003 bekommen hat. Ein Jahr lang werden nun Dinge mit Geschichte im Internet getauscht und gesammelt. www.dingwelt.de Jedermann kann dort gebrauchte Dinge gegen Kunstwerke eintauschen. Ein dynamischer Online-Katalog bietet 12 exklusive Digitalcollagen von Dingen mit Geschichte als laminierte und signierte Kunstprints an. Nutzer können sich ein Bild auswählen und zum Tausch ein Ding per Post einsenden. Es wird gegen ALLES getauscht, nur muss eine kurze Geschichte zum Ding geschrieben werden. Die eingetauschten Dinge werden dann auch mit Foto und Geschichte in einem wachsenden Katalogportal publiziert. Die DINGWELT Tauschaktion ist gestartet!
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City-Laden jetzt mit „MARTa-Kapelle“
26.8.2003 Als offener Raum für neue Arbeiten und Ideen zur Kunst ist die „MARTa-Kapelle“ eröffnet worden. Sie befindet sich im City-Laden der RecyclingBörse, Radewiger Str. 41, wo neben dem Eingang sich ein separater und von drei Seiten einsehbarer Raum befindet, der das MARTa-Museum angemietet hat. Auftakt für die fortan regelmäßigen Ausstellungen ist eine Installation der Herforder Künstlerin Susanne Albrecht mit dem Titel „Konzentrierte Form“. Dafür hat sie Altkleider und Stoffreste aus der Sammlungstätigkeit der RecyclingBörse genommen und zu Kugeln in einem Durchmesser von gut 70 Zentimetern gepresst, gewickelt und geformt. Auf diese Weise vollzieht sich die Dekonstruktion der Stoffe, der Umwandlung von Materie in Form und damit der Wechsel von Bedeutungen. Aus Kleidung, eines der heutzutage wichtigsten Accessoires äußerer Identität der Menschen, wird ein Stück radikal subjektiver, ästhetischer Identitätsbildung. siehe auch http://kiosk24.org
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Kinder Open Air
3.8.2003 Mit selbst ausgedachten und gefertigten Wurf- und Staplerspielen hat sich die Recycling Börse am „Kinder Open Air“ auf dem Rathausplatz beteiligt. In sengender Hitze sorgten eine Handvoll Mitarbeiter/innen für Spaß und Zeitvertreib.
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Erster Bürger-Flohmarkt im Radewig-Quartier
13.7.2003 Auf allseitige Zufriedenheit ist der Bürgerflohmarkt im Rahmen des Hoekerfestes gestoßen, den die RecyclingBörse im Auftrag von Pro Herford GmbH organisiert hat. Bei idealem Wetter strömten Tausende durch die Bäcker- und Radewiger Straße bis hin zum Steintor. Eine wunderbare Belebung des Radewig-Quartiers. Das Erfolgsrezept: niedrige Standgebühren (10 € für je 3 Meter, 1 € für Kinder), kein frühmorgentlicher Ärger bei der Belegung der Standplätze, fast keine gewerblichen Trödler sowie das besondere Service-Angebot, nach Flohmarktende nicht verkaufte Sachen im Geschäft der RecyclingBörse bzw. bei einem ihrer LKWs abgeben zu können.
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Ein Blickfang für unseren City-Laden
8.7.2003 Der neu eröffnete City-Laden an der Radewiger Straße zeigt in seinen Schaufenstern vier Arbeiten von Modedesign-Studierenden: lebensgroße Figuren -bunt, schrill und schräg – als Bestandteil von experimentellen Präsentationskonzepten. Auftakt für eine längerfristige Kooperation der RecyclingBörse mit der Fachhochschule Bielefeld, Fachbereich Gestaltung
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Ludwigsmarkt mit Recyclingkunst
5.7.2003 Zum traditionellen Ludwigsmarkt präsentiert sich die RecyclingBörse in der Kleinen Markthalle: eine kleine, aber feine Auswahl von gebrauchten Textilien. Als besonderes Bonmot werden erstmals in Herford die bemalten Marktkauftüten des Bielefelder Künstlers Gerwin Heinrich angeboten. Mehr dazu: http://www.marktkauftuete.de
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Herforder Vision prämiert Beitrag der RecyclingBörse
14.6.2003 Mit mehr als 60 Mitarbeiter/innen – z.T. mit ihren Familien – hat sich die Recycling Börse erneut an der „Herforder Vision“ beteiligt. Bei der erstmaligen Prämierung für die besten Beiträge auf dem zwei Kilometer langen Umzug landete die Börse auf Platz 2.
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Recycling-Börse vergrößert sich in der City
30.05.2005 Seit dem 15. Mai betreibt die Recycling-Börse ein neues Geschäft in der Herforder Innenstadt: Radewiger Str. 24 – quer gegenüber dem bisherigen „Lädchen“. Es ist fast viermal so groß und bietet somit ein viel größeres, auch interessanteres Sortiment aus den Unmengen Secondhand-Artikeln, die täglich reinkommen. Der Schwerpunkt sind Textilien aller Art, Gläser und Porzellan, ausgewählte Stücke von Hausrat und Mobiliar sowie Bücher, Schallplatten, CDs und Bilder(rahmen). Mit diesem Sprung nach vorn wird nicht nur eine größere Kundschaft erwartet, sondern auch eine weitere Belebung des von Leerständen heimgesuchten Radewig-Viertels der Herforder Innenstadt. Und dies nicht ohne ein besonderes Bonmot: Der Glaskubus links neben der Ladentür wird ein ständiger Schauplatz von Kunst. Dafür wird auch das Museum MARTa sorgen.
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Recycling-Kunstpreis 2003 verliehen
Juni 2003 Der „3. Recycling-Kunstpreis“ ist entschieden: Siegfried Laffin aus Kalletal hat für seine Installation „ NeonSkript“ den 1. Preis bekommen. Petra Müller aus Paderborn, die mit „Dingwelt“ ein Internetprojekt gestartet hat, erhält den 2. Preis und Gabriele U. Meyer (Bielefeld) für ihre Installation „Kinderzimmer“ den 3. Preis. Darüber hinaus hat die Jury zwei Anerkennungen ausgesprochen: für Tina Paschetag (Bielefeld) und Ester Burger (Gütersloh). Insgesamt hatten sich 64 Künstlerinnen und Künstler (Sparte A) um den Kunstpreis beworben. Ein deutliches Plus gegenüber dem 2. Herforder Kunstpreis 2001. In der Sparte B wurden Arbeiten von insgesamt 13 Schulen oder Gruppen eingereichet. Hier hat die Schülerin Theresa Klostermeyer vom Ratsgymnasium Minden (Kl. 13) für ihre „Knistersammlung des Wilhelm Alois Franke“ den 1. Preis bekommen. Die beiden anderen Preisträger sind eine 11. Klasse des Lüttfeld-Berufskolleg Lemgo und zehn SchülerInnen des 9./10. Klasse der Realschule Enger. Die Preisgelder – 1.500 €, 750 € und 500 € (Sparte A) sowie jeweils 250 € (Sparte B) – haben die Sponsoren des Recycling-Kunstpreises gestiftet: die Müllverbrennungsanlage Bielefeld-Herford GmbH und die Sparkasse Herford. Die Preisträger-Arbeiten werden zusammen mit ausgewählten weiteren Arbeiten beider Sparten vom 27. bis 29. Juni im Museum MARTa in Herford ausgestellt.
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Recycling-Börse antwortet auf die Vorwürfe des Fachverbands Textil-Recycling
8.1.2003 Die in der Lokalpresse verbreitete Kritik des Fachverbands Textil-Recycling, mit der im Januar angelaufenen Kleidersammlung würde man „den Recyclingbetrieben Waren wegnehmen“ und damit „Arbeitsplätze vernichten“, weist der Arbeitskreis Recycling entschieden zurück. Da wird doch ein Popanz aufgebaut, hinter dem nichts anderes steckt als der Versuch zur Abschottung des Altkleidermarkts. Dabei zeigt sich schon nach drei Wochen täglicher Abfuhr der „Blauen Säcke“, dass das Volumen abgegebener Kleider sich vervielfachen wird. Das Potenzial in Herford ist bisher also nicht ausgeschöpft worden. Somit kann die Recycling-Börse ihren gewerblichen Konkurrenten nicht das wegnehmen´, was jene ohnehin nicht zu erfassen in der Lage sind, und kann insofern Arbeitsplätze für Arbeitslose und Sozialempfänger schaffen, die ohne dies erst gar nicht geschaffen worden wären. Aber selbst wenn: die Recycling-Börse ist ein anerkannter gemeinnütziger Träger mit dem Auftrag, die Beschäftigung von Personen zu fördern, die keine oder nur geringe Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben – auch nicht bei den gewerblichen Recyclingbetrieben. Insofern: Wo ist das Problem, dass es beides gibt, die Gewerblichen wie die Gemeinnützigen beim Recycling? Wenn die Recycling-Börse nun eine so großartige Sammlungsquote erreicht, dann nicht aus Gründen der Verdrängung von Konkurrenten (so viel Macht haben wir sowieso nicht), sondern weil wir eben gute Arbeit machen, den Großteil der eingegangenen Altkleider in unseren eigenen Secondhand-Kaufhäusern anbieten und besonderen Wert auf Transparenz unseren Kunden gegenüber legen. Deshalb sind wir Mitglied des Dachverbands FairWertung. Und deshalb verweisen wir in unseren Informationen auch auf die traditionelle Kleidersammlung, die das Rote Kreuz zweimal im Jahr in Herford durchführt. Es ist dies eine Transparenz und Ehrlichkeit, die so manche gewerblichen Recyclingbetriebe bzw. deren Sammler vermissen lassen. Zum Beispiel die letzten beiden Sammlungen in Herford, deren Informationszettel in zahlreiche Briefkästen landeten: Die eine von einem sog. „Sammelbüro Düsseldorf“, das weder im Telefonbuch noch in den Gelben Seiten zu finden ist. Der einzige Verweis auf den Urheber ist eine Handy-Nummer. Ein nicht gerade seriöses Ding – abgesehen davon, dass sich unter dieser Nummer sowieso niemand meldet.Ä hnlich auch bei der Sammlung zu Gunsten eines sog. „Pater Rodriguez“: Wer da sammelt, wird sogar ganz verschwiegen, und selbst bei der angegebenen ‘Telefonnummer bekommt man nach 2 x Klingeln – immerhin– das Piepen eines Faxgeräts. Erst recht bleibt im Dunkeln, wohin die Spendenerlöse durch die Altkleidersammlungen fließen. Die eine spricht nur allgemeinvon „verschiedenen caritativen Organisationen im In- und Ausland“, bei der anderen heißt es nur, „den Ärmsten der Armen zu helfen“. Dabei hatte die katholische Kirche schon vor mehreren Jahren öffentlich erklärt, man kenne keinen „Pater Rodriguez“ im Priestergewand, und von Spenden für diese dubiose Altkleidersammlung abgeraten. Auch im Internet findet sich gar nichts über Person und Wirken dieser selbsternannten „Mutter Theresa von Asien“. Dessen ungeachtet werben anonyme Unternehmen bis heute unverdrossen für Kleiderspenden für einen angeblich guten Zweck. Kein Wunder, dass der Dachverband FairWertung leider immer wieder Anlass hat, derlei Machenschaften publik zu machen und die spendenbereiten Bürger vor solchen Straßensammlungen zu warnen. Aber hat man jemals gehört, dass der Fachverband Textil-Recycling seinerseits etwas gegen solch dubiosen Sammler hat, die ja zu den Zulieferern für die gewerblichen Altkleiderverwerter gehören? Nein. Dafür wirft man lieber Initiativen wie die Recycling-Börse vor, den Markt kaputtzumachen und damit Arbeitsplätze zu vernichten. Gewiss war 2002 ein „Krisenjahr“ für die Branche, wie man im jüngsten Marktbericht des Verbands lesen kann; aber unter den dort aufgeführten Gründen findet sich kein einziger Hinweis auf angeblich geschäftsschädigende Aktivitäten gemeinnütziger Vereine. Wie gesagt: Da wird doch ein Popanz aufgebaut, hinter dem in der Tat nichts anderes steht als der Versuch zur Abschottung des Altkleidermarkts.
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Altkleidersammlung
01.01.2003 Ab Januar 2003 kommt zur Abfuhr des gelben Sacks und des Altpapiers in Herford auch die regelmäßige Sammlung von Altkleidern und Textilien hinzu: mit dem Blauen Sack, der zeitgleich zur monatlichen Leerung der Blauen Tonne (Altpapier) abgeholt wird. Damit wird das System der Müllvermeidung und Wiederverwertung auf eine Weise komplettiert, wie es bisher keine andere Stadt zu tun pflegt. Die Altkleidersammlung wird von der Recycling-Börse in Absprache mit dem kommunalen Entsorgungsbetrieb SWK übernommen und gemäß den Kriterien des Dachverbands FairWertung. Die Börse organisiert die Einsammlung und die Sortierung der Waren und bringt das noch Brauchbare in den Wiederverkauf in unserer vier Secondhand-Geschäften in Herford, Bünde und Löhne. Zugleich ist die Kleidersammlung ein Beitrag zur aktiven Beschäftigungsförderung für Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger. „Das nutzt der Stadt ebenso wie den Kunden, die sich über das vermehrte Angebot von Gebrauchtartikeln freuen können“, so Claudio Vendramin vom Vorstand des Trägervereins AKR. Deshalb sein Dank an alle Herforder: „Mit den Kleiderspenden unterstützen Sie diese gemeinnützige Arbeit der Recycling-Börse!“ Die jeweiligen Abfuhrtermine in Herford finden sich im SWK-Abfall-Kalender 2003, der zusammen mit einem Kleidersack an alle Haushalte verteilt wird. Weitere Kleidersäcke sind bei den regelmäßigen Abholungen zu bekommen, auch im Rathaus, beim SWK (Goebenstr. 40), im Provinzbuchladen und anderen Geschäften und natürlich auch in der Recycling-Börse (Heidestr. 7) und ihrem „Lädchen“ (Radewiger Str. 21).
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