Kategorie: RecyclingBörse 2003
Überraschende Fundstücke in der RecyclingBörse
Was den einen der Sparstrumpf ist, ist für andere das Sparbuch – und zwar nicht das von Sparkassen oder Banken, sondern das im eigenen Bücherregal. Auf ein derartiges Sparbuch stießen Mitarbeiter der RecyclingBörse, als sie unlängst die vielen angelieferten Bücherkartons leerten und den Inhalt zu sortieren begannen: Aus einem der Bücher rutschten plötzlich einige Geldscheine heraus – drei alte 100-Mark-Scheine. Dabei war es überhaupt kein besonderes, nicht mal äußerlich auffälliges Buch, sondern irgendein Schmöker á la Konsalik, wie man bei fast jedem zweiten Flohmarktstand liegen sieht. Ein Namenszug oder eine Widmung hatte es nicht, und auch die Herkunft des Kartons war nicht mehr zu ermitteln. Was lag da näher, den unverhofften Zugewinn beim Wiederverwerten von Wegwerfsachen – genau 153,39 Euro – einer Einrichtung zu spenden, die jeden Euro braucht: das Frauenhaus in Herford. Wertlos geworden sind dagegen die Kreditkarten in einer Brieftasche,
die bei der Entrümplung eines im vergangenen Jahr geschlossenen Ladengeschäfts in der Herforder Innenstadt gefunden wurde. Der leicht zu ermittelnde Besitzer konnte es kaum fassen, dass seine Brieftasche nebst Führerschein, die im Herbst 2001 in einem Hallenbad ihm offenbar geklaut worden war, auf diese Weise nun wieder auftauchte – freilich ohne das Bargeld, das er damals eingesteckt hatte. Bestimmt war der Dieb gleich einkaufen gewesen, und zwar Schuhe, um dann die für ihn nicht weiter verwertbaren Sachen in den leeren Schuhkarton zu stecken, der dann unbesehen in den Abstellraum gelangte und dort lange Zeit auf den Abtransport zum Altpapier wartete. Bis neulich eben.