Aktuelles aus 2004


30.12.2004

Fahrradwerkstatt jetzt auch in Bielefeld

Nach der Wiederbelebung und Neueinrichtung der Fahrradwerkstatt im Stammsitz der RecyclingBörse in der Herforder Heidestraße – dafür ist jetzt Uwe Goldschmidt zuständig – hat sie jetzt auch eine Dependance in der Bielefelder RecyclingBörse. Damit können weitere Personen von ALG II beschäftigt und qualifiziert werden. Neu ist dabei, dass fortan auch Mofas oder Mopeds, Tretroller, Kettcars und Kinderwagen gesammelt werden (sofern kein bloßer Schrott), um diese dann wieder flott zu machen und in den Verkauf zu bringen. Nicht mehr neu ist, dass die alten Sachen bei Bedarf abgeholt werden können. Anruf genügt – unter der bekannten Telefonnummer 19 7 19 in allen Standorten der RecyclingBörse.


21.12.2004

Schlimmste Not vorerst gelindert

Sie können ihr Glück nicht fassen, sind gerührt über so viel Hilfsbereitschaft: die türkische Familien, die bei dem verheerenden Wohnhausbrand an der Warsteiner Straße in Bielefeld-Brackwede alles verloren haben und buchstäblich vor dem Nichts stehen, können aufatmen. Eine schöne vorweihnachtliche Überraschung bescherte die RecyclingBörse den Brandopfern. Sie konnten sich – pro Familie mit einem Einkaufsgutschein über 500 Euro – in den RecyclingBörsen in Bielefeld und Herford für den Neuanfang Möbel, Hausrat, Textilien und Spielzeug für die Kinder aussuchen. „Nach einem solchen Schicksalsschlag geben wir unsere Sachen gern als Spende ab“, erklärte Udo Holtkamp, Vorstand des Arbeitskreises Recycling. „Das ist auch im Sinne der Spender, die mit ihren Sachspenden die Börse unterstützen.“ Anfang der Woche waren Mitarbeiter des Arbeitskreises gemeinsam mit den Brandopfern auf ´Einkaufstour´ durch die Secondhand-Kaufhäuser. Die betroffenen Familien, die zur Zeit provisorisch bei Verwandten untergekommen sind, konnten für sie brauchbare Dinge auswählen, und waren heilfroh, dass ihnen vor Weihnachten auf diese Weise schnelle Hilfe zuteil wurde.


18.12.2004

RecyclingBörse sammelte Schriftgut für die Landesgeschichtliche Bibliothek

An die hundert Bücher und Broschüren haben Mitarbeiter/innen der RecyclingBörse kurz vor Weihnachten der Landesgeschichtlichen Bibliothek in Bielefeld als Schenkung überreicht. „Es sind alles Sachen aus den vielen Bücherkartons, die wir nahezu täglich von Kunden bekommen oder aus Haushaltsauflösungen stammen“, erklärte Petra Tönsmann, Leiterin der seit Sommer auch in Bielefeld ansässigen Börse. Darunter eben auch Schriftgut aus Bielefeld und den Nachbarkreisen, das die Bibliothek ja speziell sammelt. So kamen binnen kurzem zwei randvolle Kisten zusammen: Bücher von ostwestfälischen Autoren, alte Reiseführer, Bildbände, Jubiläumsschriften von Vereinen, drei publizierte Schulchroniken und 10 Bände der Zeitschrift „Frohes Leben“ aus dem Gütersloher C. Bertelsmann-Verlag von 1938 bis 1944. Bemerkenswert auch die Erstausgabe eines Buches von Helene Stöcker aus dem berühmten Verlag C. Bruns aus Minden 1903 sowie eine Sammlung von Schriften von Rosa Luxemburg, Eugen Varga und anderen sozialistischen Theoretikern aus den frühen 20er Jahren, die der Vorbesitzer – Heinrich Gudereit aus Senne – zu einem Buch binden ließ.
Bibliothekar Gerhard Preuß nahm den Bürgerberg mit Freude entgegen. „Viele Titel hatten wir in unserer Sammlung nicht, gerade bei der ´grauen´ Literatur oder dem Vereinsschriftgut“, sagte er. Andere ergänzen den Bestand, denn „gern wollen wir wichtige Titel in zwei, drei Exemplaren haben“. Als Landesgeschichtliche Bibliothek habe man ja den Anspruch und auch den öffentlichen Auftrag, alles, was irgendwie mit Bielefeld und die Region zu tun hat, zu sammeln, um es der Nachwelt zu erhalten. Deswegen sei sie auch von dem Engagement und der Bereitschaft von Bürgern, Vereinen und Unternehmen angewiesen, ihr entsprechende Sachen zu überlassen.
Die Auffindbarkeit der Bestände ist im Zuge der digitalen Erfassung erheblich leichter geworden. Auf der Homepage der Stadtbibliothek hat man Zugriff auf den Katalog auch der Landesgeschichtlichen Bibliothek. Und seit kurzem, wie Bibliotheksleiter Harald Pilzer bei der Übergabe der Bücherschenkung mitteilte, ist es auch möglich, unter dem Link „Lokale Bibliothekskataloge“ gleichzeitig die Bestände auch der Universitätsbibliothek zu durchsuchen. Um sie noch zu ergänzen, wollen Petra Tönsmann und ihr Team in der RecyclingBörse auch in Zukunft auf lokal- oder regionalgeschichtliche Sachen achten, sprich: zu sammeln für eine spätere zweite Schenkung.


10.12.2004

Interesse an einem 1-Euro-Job?

Egal, was man davon halten mag: Es gibt nun mal das Angebot für bisherige Bezieher von Sozialhilfe, ab 1.1.05 dann auch für alle Bezieher des Arbeitslosengelds II, in gemeinnützigen Einrichtungen für ein Entgelt bis zu 195 € im Monat zusätzlich zum ALG II zu arbeiten. Das ist nun auch in der RecyclingBörse möglich.
Wenn Ihnen die RecyclingBörse gefällt und Sie sich vorstellen können, hier zu arbeiten: Nur zu!
Wir bieten: Arbeit in den verschiedenen Bereichen der Börse von der Sammlung bis zum Verkauf, Qualifizierungsangebote und ein gutes Team.
Wir erwarten: Interesse an der Sache, Engagement und Teamgeist.
Informationen gibt es in der Geschäftsführung der RecyclingBörsen in Herford, Bielefeld, Bünde und Löhne. Oder per Telefon: 19 7 19


25.09.2004

RecyclingBörse engagiert sich erneut beim Weltkindertag

„So lebendig war der Gänsemarkt schon lange nicht mehr“, schrieb die Lokalpresse über das erfolgreiche Kinderfest zum Weltkindertag am 25. September, das die Gemeinschaft Radewig und das Rote Kreuz mit Schulen und anderen Organisationen auf die Beine stellte. Wie schon in den vergangenen Jahren war auch die RecyclingBörse mit ihren beliebten Spielen aus Recyclingsachen dabei. Ob „Ballonköpfen“ oder „Riesenfletsche“, „Korkenschießen“ oder „Reifenwerfen“, Stapel- oder Tastspiele – für die Kinder immer ein Riesenspaß, bei dem es auch um Geschicklichkeit und Kreativität geht.
Wir haben die verschiedenen Spiele – Marke Eigenbau – mal beschrieben und fotografiert. Daraus ist ein A bis Z der Recycling-Spiele geworden. Ohne Anspruch auf Genialität oder Vollständigkeit, dafür mit der ausdrücklichen Einladung an alle Interessierten, sich von uns anregen zu lassen.


17.08.2004

Herforder Kreisblatt vom 17. 8. 2004

News! Das Infoportal NETZ-NRW über 20 Jahre RecyclingBörse Sein 20-jähriges Bestehen feierte ein Verein in Herford, der mit großem Erfolg die Wiederverwertung gebrauchter oder weggeworfener Sachen betreibt und damit zum größten Träger von Beschäftigungsmaßnahmen im Kreis geworden ist: der gemeinnützige Arbeitskreis Recycling e.V. mit seinen RecyclingBörsen in Herford, Bünde und Löhne sowie seit kurzem auch in Bielefeld. Ein Blick zurück in Anfangszeit: Die Müllberge wachsen und wachsen, Mülldeponien sorgen für zunehmend Ärger, neue Großdeponien werden geplant und auch der Bau einer Müllverbrennungsanlage für Bielefeld und Herford. Zu dieser Zeit verbreitete sich die Einsicht in die ökologische Bedeutung der Müllvermeidung und damit auch der Wiederverwertung von Sachen, die sonst in den Müll geraten würden. So auch in Herford, wo Umweltaktivisten und Arbeitslose einen Verein gründeten und 1984 ein erstes Gebrauchtmöbellager an der Wittekindstraße eröffneten.
Das Ziel: der Aufbau eines Netzes für Recycling, die Schaffung von Arbeitsplätzen und umweltpolitische Aufklärung auch mittels Kunst und Kultur. Aus dem damals recht ´alternativ´ erscheinenden Gebrauchtmöbellager mit sechs Plätzen für „Arbeit statt Sozialhilfe“ wurde 1986 die erste RecyclingBörse im Gebäude einer ehem. Möbelfabrik an der Heidestraße. Der Auftakt zum schrittweisen Aufbau eines kreisweiten Systems der Sammlung, Wiederverwertung und Wiederverkauf weggeworfener Sachen. Zugleich erweiterte sich die RecyclingBörse als Stätte für Ausbildung, Qualifizierung und berufliche Integration von Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern.
Die weiteren Etappen in Stichworten:

Erstmalige Ausbildung zur Ver- und EntsorgerIn, Fachrichtung Abfall.
Vertrag mit dem Kreis Herford zur Entsorgung des Elektroschrotts. Einrichtung eines Entsorgungsfachbetriebs in Löhne und Beginn der mobilen Sammeltätigkeit an rund 20 Stellen im gesamten Kreisgebiet.
Eröffnung zweier Filialen der RecyclingBörse in Bünde und in Löhne.
Erster Recycling-Kunstpreis.
Eröffnung eines City-Ladens der RecyclingBörse in der Herforder Innenstadt, ein Jahr später umgezogen in ein doppelt so großes Ladengeschäft.
Beginn der regelmäßigen Abfuhr von Altkleidern („Blauer Sack“), zeitgleich zur Leerung der „Blauen Tonne“ für Altpapier.
Eröffnung der RecyclingBörse Bielefeld.
Seit Bestehen des Vereins haben rund 1.200 Personen an den verschiedenen Arbeits- und Qualifizierungsmaßnahmen teilgenommen. Unzählbar sind die vielen Kunden, die in den Secondhandläden der RecyclingBörse einkaufen, unzählbar auch die Sachspenden von Bürgern, die regelmäßig abgegeben bzw. abgeholt werden.
Ebenfalls seit 20 Jahren läuft das soziale und kulturelle Engagement der Börse – ob mittels Beteiligung an Hilfsaktionen oder Stadtfesten, durch Unterstützung kultureller Aktivitäten oder eigene Veranstaltungen wie vor allem der Recycling-Kunstpreis, der im nächsten Jahr zum vierten Mal ausgelobt werden wird.
Bei der Festveranstaltung zum Börsen-Jubiläum betonte Herfords Bürgermeister Thomas Gabriel, dass es auch in Zukunft einen „zweiten Arbeitsmarkt“ wird geben müssen und deswegen gemeinnützige Einrichtungen wie die RecyclingBörse unverzichtbar sind. Sie ist, wie Landrätin Lieselotte Curländer in einem Grußwort für den neuen Flyer der Börse geschrieben hat, „für viele Menschen ein wichtiger Meilenstein für ihr Leben, weil durch sie der Weg heraus aus der Langzeitarbeitslosigkeit und Sozialhilfeabhängigkeit führt“. Auch darüber hinaus sei „die RecyclingBörse mit ihren Aktionen fester Bestandteil unseres gesellschaftlichen Lebens im Wittekindskreis geworden“.


10.08.2004

RecyclingBörse wehrt sich gegen Trittbrettfahrer

Immer mal wieder finden sich Kleinanzeigen in den Lokalzeitungen, in dem eine sogenannte „Recyclingbörse“ aus Bad Oeynhausen für sich wirbt. Ohne Adresse, nur mit wechselnden Telefonnummern. Der Zweck ist allzu durchsichtig: die Kunden zu verwirren und von dem guten Namen unserer eigenen Recycling Börse zu profitieren.
Zwar ist der Name rein juristisch nicht geschützt, aber nach bald 20 Jahren reger Vereins- und Geschäftstätigkeit in Herford und Umgebung kann der gemeinnützige Arbeitskreis Recycling e.V. als Träger der Recycling Börse beanspruchen, dass keiner den Namen gewerblich verwenden darf. Das hat auch die Industrie- und Handelskammer bestätigt. Die Recycling Börse hat schon mehrfach versucht, mit einer Abmahnung dem namentlich unbekannten Entrümpler aus Bad Oeynhausen die Verwendung unseres Namens zu untersagen. Aber „der Gerichtsvollzieher konnte bislang keine Abmahnung zustellen“, so Rechtsanwalt Manfred Utesch. „Der Betreiber scheint sich durch wechselnde Standorte der Gerichtsbarkeit zu entziehen“. Sollte der Betreffende sich uneinsichtig zeigen, will der Arbeitskreis Recycling Strafanzeige wegen Betrugs stellen, so Udo Holtkamp in einem Artikel der NW Herford, die am 2.1. diesen unerfreulichen Fall aufgegriffen hat.


21.07.2004

20 Jahre RecyclingBörse

in Herford, Bünde, Löhne und Bielefeld RecyclingBörse feierte Jubiläum Am 17. Juli lud der Arbeitskreis Recycling zu einer Festveranstaltung zum 20-jährigen Bestehen der RecyclingBörse ein. Im Namen der Stadt und des Kreises Herford überbrachten Bürgermeister Thomas Gabriel und Vize-Landrat Heinrich Thiede nicht nur die obligatorischen Glückwünsche; sie betonten auch, dass Einrichtungen wie die RecyclingBörse gerade in ihrer Funktion als Beschäftigungs- und Qualifizierungsinstrument für Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger auch in Zukunft unverzichtbar seien. Eine lockere wie fachkundige Festrede hielt dann Gerd Klippstein, früherer Bürgermeister der Stadt, der die Entwicklung der Börse seit Anbeginn dienstlich wie persönlich begleitet hat. Abends kamen „Die Lichtbieger“ mit einem vielseitigen Kleinkunstprogramm: französische Songs mit jazzigem Einschlag, Balladen von Francois Villon, eine Tanzperformance, Soundcollagen von Patrick von Bortkewisch und vieles mehr – und zwischendurch die höchst ergötzlichen Auftritte des Conferenciers Kalle Mews. Herfords Bürgermeister Thomas Gabriel, daneben Claudio Vendramin, Ursel Paschetag und Udo Holtkamp (Vorstand des Arbeitskreis Recycling) Börsenmitarbeiterinnen Annegret Konrad, Barbara Eikmeier (l.), Ursel Paschetag (M.), Achim Strasas (r.) Besucher strömen zum Kleinkunstprogramm der „Lichtbieger“ im dafür leer geräumten Möbelkeller.


10.06.2004

Recyclingbörse veranstaltet Bürgerflohmarkt

Wie schon im vergangenen Jahr veranstaltet die RecyclingBörse im Auftrag von Pro Herford einen großen Bürgerflohmarkt im Rahmen des Hoekerfestes. Er beginnt um 11 Uhr am Sonntag, dem 11. Juli, und wird wieder auf große Resonanz stoßen. Standgebühr 10 Euro, für Kinder, die ihre Kindersachen verkaufen, nur ein Euro. Gewerbliche Trödler und Stände mit Neuware sind wie immer nicht zugelassen. Anmeldungen in den Läden der RecyclingBörse - Heidestraße 7 und Radewiger Str. 24 Standvergabe mit Platznummer erfolgt erst einige Tage vor Stattfinden. Von zwischenzeitlichen telefonischen Anfragen bitten wir abzusehen. Einen Sonntag später - 18. Juli - findet im Hof der RecyclingBörse an der Heidestraße ein spezieller Flohmarkt für Bücher, Musik, Spiele und Bilder statt. Dami wird das Festprogramm "20 Jahre RecyclingBörse" abgeschlossen, das mit einem bunten Abendprogramm am Samstag zuvor beginnt. 


10.06.2004

Bürgerflohmarkt

Wie schon im vergangenen Jahr veranstaltet die RecyclingBörse im Auftrag von Pro Herford einen großen Bürgerflohmarkt im Rahmen des Hoekerfestes. Er beginnt um 11 Uhr am Sonntag, dem 11. Juli, und wird wieder auf große Resonanz stoßen. Standgebühr 10 Euro, für Kinder, die ihre Kindersachen verkaufen, nur ein Euro. Gewerbliche Trödler und Stände mit Neuware sind wie immer nicht zugelassen. Anmeldungen in den Läden der RecyclingBörse - Heidestraße 7 und Radewiger Str. 24  Standvergabe mit Platznummer erfolgt erst einige Tage vor Stattfinden. Von zwischenzeitlichen telefonischen Anfragen bitten wir abzusehen. Einen Sonntag später - 18. Juli - findet im Hof der RecyclingBörse an der Heidestraße ein spezieller Flohmarkt für Bücher, Musik, Spiele und Bilder statt. Dami wird das Festprogramm "20 Jahre RecyclingBörse" abgeschlossen, das mit einem bunten Abendprogramm am Samstag zuvor beginnt. 


05.06.2004

RecyclingBörse auf dem „Carnival der Kulturen"

Zum ersten Mal hat sich die RecyclingBörse an dem multikulturellen „Carnival der Kulturen“ in Bielefeld beteiligt. Umsäumt von zehntausenden Zuschauern an den Straßen der City hatte ein Gabelstapler ein Segelboot - natürlich second hand – im Schlepptau, das Segel mit Totenköpfen verziert, drum herum MitarbeiterInnen mitsamt Kindern als Piraten und auf einem ´fliegenden Teppich´ drei aus Togo stammenden schwarzen Trommlern aus Herford. Eine gelungene Vorstellung der Börse als Stätte auch von Kultur für das Bielefelder Publikum. Das Segelboot wird nach Eröffnung der Bielefelder RecyclingBörse am 16. Juni verlost. Lose gibt es im neuen Laden an der Eckendorfer Straße vor „Mr. Wash“.


26.05.2004

RecyclingBörse ab 16. Juni auch in Bielefeld

Mit einer Pressekonferenz hat der Arbeitskreis Recycling e.V. sein Projekt Bielefelder RecyclingBörse vorgestellt. Ort war das noch in Umbau befindliche neue Secondhand-Kaufhaus an der Eckendorfer Straße vor „Mr. Wash“, das am Mittwoch, dem 16. Juni, um 10 Uhr seine Tore öffnet. Damit kommt ein neues Beschäftigungsprojekt nach Bielefeld, das in diesem Jahr im Kreis Herford sein erfolgreiches 20jähriges Bestehen feiert. Es hat sich zum Ziel gesetzt, die noch vorhandenen Recycling-Potenziale zu nutzen und das Secondhand-Angebot in der Teuto-Stadt zu ergänzen und zugleich Arbeitsplätze für 12 Langzeitarbeitslose und Sozialhilfeempfänger zu schaffen. Deshalb das Motto: „Aus Alt mach Arbeit“. Heute beschäftigt die Börse als langjähriger Partner der Beschäftigungsförderung des Kreises Herford und der Bundesagentur für Arbeit 105 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: im Herforder Haupthaus sowie in seinem City-Laden zusammen 55, in Bünde 15 und 35 in Löhne. Dabei gelingt es auch immer wieder, unbefristete feste Arbeitsplätze einzurichten, die nicht mehr auf öffentliche Förderung angewiesen sind. Außerdem bildet die Recycling Börse erfolgreich in den Bereichen Einzelhandelskauffrau/mann, Verkäufer/in und Bürokaufmann/frau aus.
Die Leistungen der Börse sind Haushaltauflösungen, Transporte, Kleidersammlungen, Recycling von Elektroschrott. Gut erhaltener Hausrat, Elektrokleingeräte, Textilien, Bücher und sonstiges werden in den Secondhand-Läden von einer wachsenden Zahl von Kunden gekauft. Vorstand Claudio Vendramin: „Der Erfolg unserer Arbeit gründet dabei auch auf dem Vertrauen unserer Spender, die uns im Laufe der Jahre als zuverlässige Institution für die wertschätzende Weiter- und Wiederverwertung von Hausrat, Textilien und anderes kennen gelernt haben. Denn die Börse ist keine Einrichtung von An- und Verkauf, sondern alle Waren sind ausschließlich Sachspenden, die die Spender direkt bei uns abliefern oder die wir auf Wunsch auch abholen“.
Der nachhaltige Erfolg der Ladengründungen in Herford 2001, Bünde und Löhne 1994 bestätigen das große Entwicklungspotenzial des Secondhand-Marktes insbesondere für Beschäftigungsinitiativen. Ebenso ist die Wertschätzung von „Gebrauchtem“ gestiegen – darunter viele bisweilen antiquarische Schnäppchen, deren Schicksal andernfalls ein wachsender Sperr´müll´berg wäre. Das ist der Grund, warum sich die RecyclingBörse nun auch in Bielefeld engagiert – ungeachtet der Kritik bestehender Einrichtungen, die da einen glauben lassen wollen, der Markt sei dicht und ein neuer Anbieter würde die Existenz der Alten gefährden. Wir bemühen uns nach wie vor um Kooperation mit anderen Projekten der Beschäftigungsförderung und anderen öffentlichen Institutionen wie z.B. Entsorgungsbetriebe, die ein großes Interesse an hochwertigem Recycling haben.


18.05.2004

Diakonie Kork dankt für die Mithilfe

Flaschenkorken in einem Volumen von 8 Kubikmetern – das Sammlungsergebnis von mehreren Monaten – hat die RecyclingBörse unlängst ins badischen Kehl gebracht. Dort gibt es die „Diakonie Kork“ mitsamt Epilepsiezentrum und Werkstätten für Behinderte, die seit langem Kork als Sekundärrohstoff wiederverwerten. Jedes Jahr bekommt Kehl rund 8000 Kubikmeter aus dem ganzen Bundesgebiet, das entspricht rund 120 Millionen Einzelkorken. Aber dies sind insgesamt 10 Prozent der aus Flaschen gezogenen Korken sind. Es landen also noch immer viel zu viele Korken in den Müll anstatt zurück in den Wirtschaftskreislauf zwecks Wiederverwertung. Mit einem Schreiben an die Börse dankt die „Diakonie Kork“ für unsere Sammelaktion – nicht ohne die Bitte, die auf das Kork-Recycling spezialisierte Einrichtung noch bekannter zu machen und das Sammeln noch intensiver zu betreiben. Weitere Informationen unter www.diakonie-kork.de .


13.04.2004

Recycling Börse feiert im Juli ihren 20. Geburtstag

Den 17. Juli sollten sich alle Freunde und treue Kunden, natürlich auch ehemalige MitarbeiterInnen schon mal merken und im eigenen Kalender notieren. Denn an diesem 17. Juli feiert der Arbeitskreis Recycling einen runden Geburtstag: 20 Jahre gemeinnützige Arbeit für Beschäftigung und Qualifizierung, für die Vermarktung und Wiederverwertung gebrauchter Dinge wie auch für Kunst und Kultur. 20 erfolgreiche Jahre mit unseren Recycling Börsen . Grund genug für eine große Feier im Hof des Stammsitzes in der Heidestraße. Das Abendprogramm wird von der Künstlergruppe „Die Lichtbieger“ visuell wie musikalisch inszeniert. Anschließend Party. Und am Sonntag geht es weiter. Weitere Informationen demnächst hier auf dieser Seite.


13.04.2004

4. Recycling-Kunstpreis

Seit seiner erstmaligen Auslobung im Jahr 1999 ist der Wettbewerb zum Recycling-Kunstpreis alle zwei Jahre veranstaltet worden. Das wird beim 4. Recycling-Kunstpreis nicht anders sein. Er wird also im nächsten Jahr stattfinden – mit einigen neuen Akzenten. Dazu gehört, dass es diesmal eine zwei- oder dreiwöchige Ausstellung der preisgekrönten Arbeiten in dem dann fertig gestellten Museum MARTa von Frank O. Gehry geben wird. Die Zusammenarbeit mit dem von Jan Hoet geleiteten Herforder Museum wird damit intensiviert und auch die mit der Müllverbrennungsanlage Bielefeld/Herford GmbH als Hauptsponsor unseres renommierten Kunstwettbewerbs. Die genaue Ausschreibung mitsamt den nötigen Formalitäten kommt nach den Sommerferien.


05.04.2004

Der große Schritt nach Bielefeld

„RecyclingBörse will über Kreisgrenzen wachsen“ – dies vermeldete die Herforder Lokalpresse bereits Ende vergangenen Jahres. Aus diesem noch recht vagen Wollen sind in den letzten Monaten konkrete Planungen geworden und schließlich der Beschluss für eine Erweiterung der Recycling Börse auf Bielefelder Terrain. Voraussichtlich noch vor dem Sommer wollen wir ein größeres Secondhand-Geschäft in der Art wie in Herford, Bünde und Löhne eröffnen. Und zwar in einem Gebäude neben Mr. Wash an der Eckendorfer Straße. Warum Bielefeld? Weil der Markt für Secondhand angesichts der Größenordnung Bielefelds durchaus noch Platz bietet für einen weiteren Laden – erst recht für einen wie die RecyclingBörse, die es mit Kreativität geschafft hat, die noch nicht erschöpften Potenziale der Wiederverwertung zu mobilisieren, stetig wachsende Umsätze zu erzielen und damit die Beschäftigung und Qualifizierung von Arbeitslosen zu ermöglichen. Das wird auch den bestehenden lokalen Anbietern nutzen, mit denen wir gern kooperieren wolllen. Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken! Festredner zum Börsenjubiläum: Heinrich Thiede, stellvertr. Landrat des Kreis Herford, Thomas Gabriel, Bürgermeister der Stadt Herford, und Gerd Klippstein, ex-Bürgermeister und Rektor der Fachhochschule des Mittelstands (Bielefeld).